Entgiftung

"Entgiftung in der Naturheilpraxis" ist ein sehr allgemeiner Begriff, den ich hier in Bezug auf meine Arbeitsweise näher erläutern möchte.

In den letzten Jahren ist in meiner therapeutischen Arbeit immer deutlicher geworden, dass viele Krankheiten überhaupt erst durch chronische Belastungen mit Umweltgiften entstehen können oder dadurch verstärkt werden.

Die körpereigenen Entgiftungssysteme laufen permanent auf Hochtouren, um naturgemäß eigene Stoffwechselgifte abzubauen und auch gelegentlich aufgenommene organische Giftstoffe zu neutralisieren.

Dieses Entgiftungssystem, zu dem die Ausscheidungsorgane Niere, Leber, Lunge und Haut zählen, ist jedoch überfordert mit Xenobiotika (verschiedene chemische Industriegifte) und vor allem mit Schwermetallen wie Quecksilber, Cadmium und Blei.

Nur in ganz geringen Mengen ist unser Organismus in der Lage, Schwermetalle von selbst auszuleiten. Dies funktioniert u.a. über das Enzym Glutathion, welches aus schwefelhaltigen Aminosäuren aufgebaut ist.

Schätzungen zufolge gehen mittlerweile 80% der Erkrankungen auf das Konto von Schwermetallbelastungen und -vergiftungen. Das Thema Amalgam und Quecksilber ist ein Evergreen seit den 70er Jahren und nimmt zum Glück unter der jüngeren Bevölkerung ab. Zunehmend messe ich in der Praxis jedoch Belastungen mit Aluminium und Cadmium unter Kindern und Jugendlichen. Ältere Patienten sind oft durch Kontrastmittel wie z.B. Gadolinium belastet. Die Anhäufung von Stoffen, die im menschlichen Körper nichts verloren haben, verursacht Krankheitssymptome. Schwermetalle konkurrieren im Organismus mit Mineralstoffen um Enzymbindungen. Fluor verdrängt Jod, Quecksilber "verbraucht" Zink und Selen, Antimon (PET-Flaschen!) führt zum Chrommangel und kann eine Insulinresistenz mitverursachen.

Die Entgiftung erfolgt über mehrere Stufen:

  1. Vorbereitung des Körpers und Stärkung des Darms, der Nieren, der Leber, Wahl der richtigen Nahrungsmittel

  2. Erkennen der individuellen Entgiftungsblockaden und Therapie (z.B. Ausgleich eines eventuellen Mangels an Schwefel und Zink, Antioxidantien etc.)

  3. Bindung und Ausscheidung der Metallbelastungen mit bestimmten Bindungssubstanzen, die vorher individuell kinesiologisch ausgetestet werden